Ein Traum wird Realität

Unter dem Projektnamen Step-1 entstand ein Sportprototyp mit der Bezeichnung Mikar C301B. Dahinter steht ein Netzwerk mit mehr als 35 Unternehmen. Nach ersten Testfahrten wartet die Initiative nun auf die FIA-Zulassung, um offiziell an Wettrennen teilnehmen zu können.


Projekt step-1

Michael Kerber, Initiator, Ideengeber und Netzwerksprecher von Step-1 ist durch und durch rennsportbegeistert: Seit seiner Kindheit verfolgt der gebürtige Berliner den Motorsport. Von 1986 bis 2008 bestritt er selbst zahlreiche Bergrennen. Dann sah er die Zeit gekommen, sich seinen Kindheitstraum vom eigenen Rennwagen zu erfüllen.

Dem findigen Ingenieur war von Anfang an klar, dass er hierfür Partner benötigt, die neben dem Budget auch die erforderlichen Kompetenzen mitbringen. Seine Vorstellung: Es soll eine „Win-win-Partnerschaft“ sein. „Von Beginn an war die Idee, dem Partner einen Mehrwert zu bieten.“, so seine Intension. Durch Kerbers langjährige Aktivitäten im Motorsport verfügt er über ein großes Netzwerk. So kam es, dass eines Abends Ende 2008, in geselliger Runde die Idee für das Step-1-Projekt geboren wurde. Es sollte ein Fahrzeug für die Teilnahme an Bergrennen entwickelt und gebaut werden. Die Begründer sind neben Kerber die Unternehmen GFi, Heggemann/CP Autosport, Kontec, Kußmaul und Mohr.

SECHS PRÄMISSEN PRÄGEN DIE ZUSAMMENARBEIT
Gemeinsam haben sie sechs Prämissen festgelegt, die die Zusammenarbeit definieren. Erstens soll die Arbeit am Projekt jedem Spaß machen, zweitens gibt es keine Geheimhaltung. Dieser Punkt ist vor allem für Entwicklungsdienstleister und kleine, mittelständische Unternehmen (KMU) wichtig. Sie dürfen in der Regel nicht über ihre Arbeiten für OEMs sprechen, geschweige denn damit Werbung machen. Das Step- 1-Projekt ist also für die beteiligten Unter- nehmen auch eine Plattform, um ihre Kompetenzen zu zeigen und um Nachwuchsförderung zu betreiben.

Die dritte Prämisse ist: Jeder soll das machen, was er kann. Viertens, es ist fertig, wenn es gut ist. Die fünfte Prämisse entstand mehr oder weniger aus der Not: Fehlendes Budget soll durch intelligente Lösungen ersetzt werden.
Und letztendlich wurden und werden Verträge durch Vertrauen ersetzt. Bis auf eine Ausnahme sind die Step-1-Unternehmen mit dieser Art der Zusammenarbeit sehr gut gefahren.

Text: Sven Prawitz